Aktuelle Informationen


Stellungnahme des Bürgerforum Altstadt Ravensburg e.V. zu

Parkraumbewirtschaftung / Tempo 30 / Verkehrskonzept / Bußgeldkatalalog

 

Das Bürgerforum Altstadt Ravensburg e.V. unterstützt vorbehaltlos alles, was dem Wohnen in der Innenstadt zuträglich ist. Denn nur eine von Menschen bewohnte Innenstadt ist eine lebendige Stadt.

 

Parkraumbewirtschaftung - neue Gebühren.

 Wer in der Altstadt wohnt, hat zwar meist kurze Wege zu allen wichtigen Einrichtungen, er muss jedoch viel ertragen. Dazu gehören die nächtliche Ruhestörung durch Kneipenbesucher, Parksuchverkehr, Feinstaubbelastung, Vermüllung des öffentlichen Raumes und nicht zu vergessen: teures Wohnen. Wer aber außerhalb der Stadt im Grünen wohnt, hat dies alles nicht: Er hat nächtens Ruhe, genießt frische Luft und darf sich über günstigere Mieten freuen. Dafür ist dann der Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen in die Stadt weit. Da dies in der Regel mit dem eigenen PKW erledigt wird, entstehen dadurch die bekannten negativen Folgen für Stadt und Umwelt. Dieser tägliche Wahnsinn wird leider immer noch als naturgegeben hingenommen, ja vom Staat sogar noch mit der Pendlerpauschale finanziell gefördert. Warum sollen nun die Kommunen diese PKW-Pendler zusätzlich mit der Schaffung von kostenlosen Dauerparkplätzen unterstützen? Schließlich ist jedermann frei in der Wahl seines Wohnortes. Darum fordern wir schon lange kostendeckende Gebühren bei den Parkhäusern und die Bewirtschaftung aller öffentlichen Parkplätze, Allerdings sollte die Stadt die Gebühren für Anwohnerparkplätze in Innenstadt nur maßvoll anheben. Eine Erhöhung von derzeit 30,00 Euro auf höchstens 75,00 Euro pro Jahr sollte genügen. Begründung dafür siehe Einleitung.

 

Verkehrskonzept – Tempo 30.

Dass die Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der gesamten Stadt zu einem Aufschrei der Autofahrer führen wird, war zu erwarten. Dabei wird nicht bedacht, dass dieses Tempolimit in fast allen Wohngebieten bereits gilt und dort auch akzeptiert wird. Der Gewinn an Sicherheit - auch für Radfahrer und Fußgänger - dürfte indessen beträchtlich sein.

 

Ob das geplante neue Verkehrskonzept sich bewährt, wird sich zeigen. Es gilt nach wie vor die Aussage von Alt-OB Hermann Vogler, der anlässlich des Neubaus der B30 im Jahre 2001 darauf hinwies, dass eine Entlastungswirkung der B30 für die Innenstadt nur dann klappen kann, wenn gleichzeitig die altstadtnahen Trassen verengt werden. Dies scheint jetzt nach 20 Jahren endlich in greifbare Nähe zu rücken. Um allerdings die Zahl der Radfahrer zu erhöhen, ist mehr nötig als ein paar weiße Striche oder roter Asphalt auf der Fahrbahn. Dies hilft vielleicht der Statistik aber nicht den Radlern. Erst wenn die Radwege durch Absperrungen nicht mehr von PKWs befahren werden können, werden diese wirklich akzeptiert. Mit dem neuen Bußgeldkatalog, der in Kürze gelten wird, werden Verstöße wie das Parken auf dem Radweg sogar mit Punktverlust in Flensburg bestraft. Was hilft dies aber, wenn nicht gleichzeitig wirksam kontrolliert wird. Fast täglich lässt sich beobachten, wie beispielsweise die Grüner-Turm-Straße rücksichtslos von Autofahrern „zugerammelt“ wird, ohne dass dagegen wirksam eingeschritten wird?

 

ÖPNV.

Bei allen Einschränkungen, die auf den Autofahrer zukommen werden, gehören selbstverständlich flankierende Maßnahmen beim öffentlichen Nahverkehr zwingend dazu. Dieser gehört massiv ausgebaut und die Benutzungsgebühren für Busse drastisch gesenkt! Es darf nicht sein, dass z.B. ein Ehepaar für den Einkauf in der Innenstadt mit dem Bus hin und zurück derzeit 9,40 Euro zahlen muss! Der Autofahrer jedoch zahlt für das Parken auf dem Scheffelplatz gar nichts und in der Tiefgarage Marienplatz für 3 Stunden nur 5,40 Euro! Wo bleibt da der Anreiz, auf den Bus umzusteigen? Wir fordern deshalb einen einheitlichen Bustarif an allen Tagen von 1,00 Euro je Fahrt im ganzen Schussental. Denn, ob ein Bus mit nur einem oder 150 Fahrgästen besetzt ist, kostet die Stadtwerke bekanntlich pro Fahrt gleich viel und was am Samstag möglich ist, sollte sich auch unter der Woche einführen lassen.

 

Das Bürgerforum Altstadt Ravensburg e.V. teilt die Einschätzung des Klimarats weitestgehend und hofft sehr, dass der Gemeinderat nicht wieder in die übliche Klientelpolitik verfällt, sondern dass er das große Ganze erkennt und ein parteiübergreifender Konsens hergestellt werden kann mit der Überschrift „Es geht nun mal nicht anders und es muss sein!“ Wir sind gespannt...

 

Ravensburg, den 11.10.2021


Stellungnahme zum Bericht in der Schwäbischen Zeitung vom 06.07.2021

„Zwei Neubauten für Ravensburger Schulen in Planung“ :

 

Finger weg vom Coswiger Platz!

 

Es ist gut, dass es Stifter gibt, die als Investoren der Stadt Gutes tun möchten und, wie im vorliegenden Fall, eine Digitalwerkstatt ins Leben rufen wollen. Über die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung möchten wir nicht urteilen, wohl aber über den Standort auf dem dies geschehen soll. Beim Coswiger Platz handelt es bekanntlich um die letzte größere Grünanlage im Stadtinneren die uns erhalten geblieben ist. Direkt neben der Wilhelmsschule gelegen und mit zahlreichen großen Bäumen bepflanzt, dient sie nicht nur dem Stadtklima sondern auch der Erholung, besonders den Bewohnern des benachbarten Pflegeheimes. Die Schulkinder können hier gefahrlos herumtollen und mancher Passant verweilt gern auf den Sitzbänken.

 

Wir erinnern uns noch sehr genau an die scheinheiligen Argumente und das unsaubere Verfahren bei dem eine der letzten Ruheoasen in der Altstadt, nämlich der Varazdiner Platz hinter dem Gänsbühl, dem Kommerz geopfert wurde. Auch hier wurde alles zuvor in Hinterzimmern insgeheim ausgehandelt, um dann mit angeblichem Zeitdruck rasche Entscheidungen zu erzwingen („ ...sonst springt uns möglicherweise noch H&M ab!“). In der Gemeinderatsdebatte wurde der Platz dann von einigen Stadträten derart schlechtgeredet, dass man den Eindruck gewinnen konnte, es handele sich um einen wilde Mülldeponie.

 

Wie sich die Verfahren doch gleichen - ein Schelm wer Böses dabei denkt …!

 

Hoffentlich stellt das Land als Grundeigentümer das Grundstück nicht zur Überbauung zur Verfügung! Es muss doch möglich sein, einen anderen geeigneten Standort, vielleicht auch ein bestehendes Gebäude oder freie Büro- bzw. Gewerbeflächen in der Stadt zu finden.

 

Wo bleiben die zahlreichen Bekundungen der Parteien zu Klimaschutz, Lebensqualität und Grün in der Stadt? Alles nur Lippenbekenntnisse und heiße Luft oder was?

 

Deshalb: Wehret den Anfängen und Finger weg vom Coswiger Platz!


Zum Bericht in der Schwäbischen Zeitung vom 27.05.2021 „Grüne gegen Änderung der Baumschutzsatzung …“erlauben wir uns nachfolgende Stellungnahme:

 

Nach allem, was man so hört, wird die Baumschutzsatzung mittlerweile vom überwiegenden Teil der Bürger akzeptiert. Dazu beigetragen haben zweifellos die maßvolle Anwendung in der Praxis und die gute Beratung der Betroffenen durch den Baumschutzbeauftragten der Stadt.

Einige „Geburtsfehler“ der Baumschutzsatzung, die nachträglich bemerkt wurden, können und sollen jetzt behoben werden: So werden z. B. die Gebiete nicht parzellenscharf erfasst, was gelegentlich zu Unklarheiten bei Grundstücksbesitzern führt. Außerdem sind die Ortschaften bislang generell von von Satzung ausgenommen – warum eigentlich?

Nun sollen im Zuge dieses sinnvollen „Updates“ die Grenzen der Schutzwürdigkeit angehoben werden.

Der Wert der Bäume für die Luftreinhaltung, die Kühlung im Sommer und für die Lebensqualität ganz allgemein, ist gerade in der Stadt unbestritten. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an die Stellungnahme der CDU, dass Ravensburg „Vorreiter in Sachen Umwelt- und Klimaschutz und Biodiversität … bleibt“. (Nachzulesen in der Schwäbischen Zeitung vom 05.12.2020 unter der Überschrift „Ravensburger CDU will Projekte für den Klimaschutz forcieren“). Andere Parteien äußern sich derzeit aus naheliegenden Gründen ähnlich.

In einer Zeit in der alle von Klimaschutz reden, ist die geplante Verwässerung der Baumschutzsatzung für das Bürgerforum Altstadt Ravensburg e.V. völlig unverständlich und wird deshalb von uns strikt abgelehnt!

 


Tätigkeitsbericht 2020 - Mitteilung an alle Mitglieder

 

Liebe Mitglieder,

das zu Ende gehende Jahr stand auch für unseren Verein im Zeichen der Corona-Pandemie. Unsere Aktivitäten waren deshalb stark reduziert und Sitzungen mussten leider ausfallen. Dennoch fanden einige Themen im Verlauf dieses Jahres unser Interesse und wurden ausführlich diskutiert:

 

Gleich am Jahresanfang sorgte der Eschersteg wieder einmal für Aufregung. Die Stadt musste ihn auf Veranlassung des Regierungspräsidiums in eine geschlossene Halle nach Horgenzell umlagern und zugleich die beidseitigen Treppenaufgänge gegen Witterungseinflüsse schützen. Dies wurde in der Öffentlichkeit erwartungsgemäß ausführlich und teilweise hämisch kommentiert, sogar eine Petition gegen den Wie­deraufbau fand zahlreiche Unterstützer. Unsere Haltung dazu ist allgemein bekannt: Es geht nicht nur um die Erhaltung von Kulturgütern, wie hier ein Denkmal aus dem Industriezeitalter, sondern zunehmend auch um eine aus städtebaulichen Gründen unbedingt notwendige zusätzliche Querung der Bahngleise.

 

Im Frühjahr formierte sich eine Gruppe junger Mitbürger zur „Aktion Autofreie Innenstadt“, dies nicht zuletzt angeregt durch die weltweite Bewegung „Fridays for Future“ und lokal durch die Diskussion um die Klimaziele der Stadt Ravensburg. Im Juli be­schloss dann der Gemeinderat einstimmig den „Klimakonsens“, der zum Ziel hat, die Stadt bis 2040 klimaneutral auszubauen. Ein wesentlicher Baustein dabei ist die Ver­kehrswende, die vor allem den Fußgänger- und Radfahrverkehr in der Innenstadt stärken möchte. Verständlicherweise kann dies nur mit Einschränkungen beim Indivi­dualverkehr erreicht werden. Eine Fahrraddemonstration mit nachfolgender Kundge­bung auf dem Marienplatz wurde u.a. von uns unterstützt und es wurden unsere Vor­stellungen zu diesem Thema vorgetragen. Die prompte Reaktion des Wirtschaftsfo­rums blieb nicht aus. Einige Händler – nicht alle wohlgemerkt(!) – sehen nämlich im Parkplatz vor der eigenen Türe immer noch den Garant für höhere Umsätze. Dabei „sind in einem Bus wesentlich mehr Geldbeutel konzentriert als in einem PKW“, wie es einmal ein namhaftes Mitglied des WiFo griffig formulierte.

 

Überrascht hat die Stadtverwaltung uns alle mit einem neuen und radikal anderen Konzept zur Gestaltung des Schussenufers westlich der Bahnanlagen. Die bislang geltenden Vorgaben wie Zufahrten für Gewerbe, Bahnkunden, Fernbusse und Parkplätze sowie der Bau neuer Büro- und Parkgebäude wurden komplett aufgegeben, zugunsten eines großzügig zu gestaltenden „Flussparks“, der ausschließlich für Fuß­gänger und Radfahrer zugänglich sein soll und somit der Naherholung der Innen­stadtbewohner dienen könnte, was von uns schon seit Jahren gefordert wurde. Wir können diesem Konzept weitgehend unsere Zustimmung erteilen, schon allein des­wegen, weil wir seit Jahren einen Stadtpark fordern. Im Vordergrund muss aber die sanfte und natürliche Renaturierung des Schussenufers und nicht der Freizeit­spaß stehen.

 

Ähnlich verhält es sich mit der geplanten Radfahrer- und Fußgängerbrücke über die Wangener Straße, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Ausweisung neuer Wohngebiete am Osthang des Flappachtales zu sehen ist. Die Bewohner dort werden die neue Brücke mit Sicherheit gerne annehmen, bietet sie doch einen längst überfälligen, schnellen und ungefährlichen Zugang direkt in die Innenstadt.

 

Erfreulich stellt sich Arbeit des Fördervereins „Kreuzweg Schwarzwäldle“ unter der sachkundigen Leitung unseres Beiratsmitglieds Dr. Ralf Reiter dar. Die Arbeit des Vereins – eine Initiative des Bürgerforums Altstadt Ravensburg e.V. – hat in aller Stille ein wertvolles Denkmal vor dem weiteren Verfall gerettet und der Öffentlichkeit zu­gänglich gemacht.

 

Weniger erfreulich ist die Entwicklung beim denkmalgeschützten WLZ-Gebäude. Hier herrscht seit Jahren trotz mehrfach angekündigtem Baubeginn Stillstand und das Haus verfällt zusehends. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass das geplante Hotel an dieser Stelle und diesem Baubestand sich nicht vernünftig umsetzen lässt. Wir könnten uns statt dessen besser ein Gründerzentrum für junge „Start-Ups“ vorstellen, die mit einfachem Baustandard bei geringer Miete zufrieden wären. Für ein solches Konzept würden vor allem die Standortvorteile sprechen.

 

Auch in diesem Jahr konnten wir wieder einige Objekte ausfindig machen, die von ihren Bauherren und Architekten liebevoll renoviert wurden und das Stadtbild bereichern. In der nächsten Jahreshauptversammlung sollen diese Gebäude in gewohnter Weise vorgestellt, ausgezeichnet und gewürdigt werden.

 

Mit Sorge sehen wir auf unsere Mitgliederentwicklung. Es fehlen uns vor allem junge Leute, die bereit sind, ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen. Wir werden uns deshalb in Kürze bei Instagram anmelden, um dort mit Beiträgen aller Art präsent zu sein. Unsere heutige Gesellschaft schätzt zwar das Ehrenamt sehr, vor allem dann, wenn es von Anderen ausgeführt wird. Die Bereitschaft aber selber etwas zu tun, ist weniger ausgeprägt. Dieses Problem teilen wir mit vielen anderen Gruppen. Umso mehr wollen wir Ihnen ganz herzlich dafür danken, dass sie uns mit Ihrer Mitgliedschaft und ihrem Jahresbeitrag regelmäßig unterstützen. Noch mehr würde uns freuen, wenn Sie bei den anstehenden Vorstands- und Beiratswahlen selbst kandidieren würden!

 

Ravensburg, den 04.11.20


Stellungnahme zum geplanten Fußgängersteg über die Wangener Straße.

Das Bürgerforum Altstadt Ravensburg e.V. steht voll hinter der aktuellen Planung einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Wangener Straße an der geplanten Stelle.

In der Oststadt wohnen jetzt schon zahlreiche Bürger, die beim Weg in die Innenstadt auf den höchst unattraktiven Fußgängerüberweg mit Bedarfsampel nahe der Leonhardskapelle angewiesen sind. Anschließend müssen sie sich den viel zu schmalen und holprigen Gehweg in der oberen Marktstraße teilen. Für Schulkinder ist dieser Überweg wegen der Rechtsabbieger aus der oberen Marktstraße überdies sehr gefährlich!

In Zukunft werden weitere wichtige Wohngebiete am Osthang des Flappachtales entstehen, deren städtebauliche Qualität vor allem darin besteht, dass die Innenstadt von dort fußläufig erreichbar ist. Je attraktiver und gefahrloser diese notwendige Verbindung aber ist, umso besser wird sie von den Bürgern angenommen werden. Ist dies nicht der Fall, so wird statt dessen das Auto genommen, um damit über die Markt- und Burgstraße in die Altstadt zu gelangen. Genau dies soll aber im Interesse der Anwohner nicht geschehen!

Für den Steg an dieser Stelle spricht auch die Topografie, die es ermöglicht, ohne zusätzlichen technischen Aufwand barrierefrei auf die andere Seite des Tales zu kommen.

Wenn dann für die Bücke durch einen Gestaltungswettbewerb eine gestalterisch anspruchsvolle Lösung gefunden wird, so kann hier zukünftig ein würdiges Portal zur Innenstadt geformt werden.

Den Kritikern muss klar sein:
Fußgänger und Radfahrer brauchen keine Parkplätze, verursachen keinen Verkehrslärm und tragen nicht zur Feinstaub- und Stickstoffbelastung bei. Die geplante Brücke ist deshalb ein guter Beitrag zur Verkehrswende und ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer attraktiveren Stadt.


Ravensburg, den 22. Oktober 2020


Fahr mal hin - Stadt der Spiele

In dieser Sendung des SWR Fernsehens vom 2.10. 2020 wird auch unser Beiratsmitglied Johannes Eichler mit seiner Kunstschmiede vorgestellt. Wir freuen uns sehr darüber. Wer mal reinschauen will, kann dies in der Mediathek unter diesem Link machen: 

https://www.ardmediathek.de/swr/video/fahr-mal-hin/stadt-der-spiele/swr-fernsehen/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEzMTA5MDc/


Grußwort des Bürgerforum Altstadt Ravensburg e.V. - anlässlich der

Fahrraddemonstration am 08. August 2020

 

Wir vom “Bürgerforum Altstadt Ravensburg e.V.” unterstützen die Ziele des “Aktionsbündnis für eine autofreie Innenstadt” in vollem Umfang.

 

Auch wir wollen jeden unnötigen und vermeidbaren Autoverkehr in der Innenstadt unterbinden. Wer mit dem Auto von außerhalb kommt, soll entweder am Stadtrand parken oder ganz mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Innenstadt gelangen.

 

Die vorhandenen Straßenräume und Plätze sollen vor allem wieder den Fußgängern und Radfahrern dienen und dadurch ihre Lebensqualität zurück erhalten. In vielen Städten Europas wird dieses Ziel mit Nachdruck verfolgt, wie z.B. in Wien, Paris, Kopenhagen oder Amsterdam.

 

Das “Bürgerforum Altstadt Ravensburg e.V.” hat bereits in einem seiner ersten Hefte “Altstadtaspekte 91” einen zukunftsweisenden Artikel mit dem Titel “Die autofreie Altstadt – eine Utopie?” publiziert, der auch heute unverändert seine Gültigkeit hat. Seitdem haben wir immer wieder bei vielen Gelegenheiten auf die Notwendigkeit der Verkehrsberuhigung in der Innenstadt hingewiesen. Dass der Gespinstmarkt in Ravensburg jetzt zu einer reinen Fußgängerzone ausgebaut wird, ist nicht zuletzt unserem beharrlichen Wirken zu verdanken.

 

Wir fordern...

  • Wir fordern ein Durchfahrtsverbot für die Burgstraße!

  • die Umgestaltung der öffentlichen Parkplätze am Scheffelplatz und am Bechtergarten zu einem Stadtpark!

  • Wir wollen, dass der Schleichverkehr durch die Herrenstraße, Kirchstraße und Marktstraße wirksam unterbunden wird!

  • Wir fordern einen weitgehenden Umbau öffentlicher Parkplätze an den Seiten der Straßen zu Standorten für Bäume!

  • Wir fordern ein nächtliches Zufahrtverbot für alle Nichtanwohner in die Altstadt!

  • Überall wo Autoverkehr unvermeidbar ist, sollen breite und sichere Radwege eingerichtet werden, die mit Hilfe von Pollern oder anderen geeigneten Hilfsmitteln weder von Autos befahren noch zugeparkt werden können! Aus Fahrspuren für Autos müssen Radwege werden!

  • Überall in der Innenstadt sollen großzügig Fahrradabstellplätze geschaffen werden!

Und wir sind gegen...

  • eine Senkung von Parkgebühren, im Gegenteil, diese müssen kostendeckend sein!

  • Wir sind gegen kostenfreie Stellplätze im öffentlichen Raum!

  • Wir sind gegen eine Erhöhung der Tarife für den öffentlichen Personen-Nahverkehr. Die Fahrt mit dem Bus im innerstädtischen Verkehr sollte höchstens ein Euro kosten!

     

Fazit:

Unsere Stadt soll von jeglichem unnötigen Autoverkehr befreit werden und wieder für die Lebensqualität der Einwohner und Besucher zurück erobert werden! Wer mit Rad fährt, kommt schneller ans Ziel, schont die Umwelt und lebt gesünder!

 

Wir wünschen dem “Aktionsbündnis für eine autofreie Innenstadt” viel Erfolg!

 


Steile Theseso lautet der Titel einer Podcastreihe des Schwäbischen Verlags. Unser Vorstandsmitglied Dr. Dietmar Hawran steht dem Politikredakteur Sebastian Heinrich für 45 Minuten zum Thema "Autos raus aus der Innenstadt ? Ja, unbedingt !" Rede und Anwort.

Autos raus aus der Innenstadt? Ja, unbedingt!

 

Von Kopenhagen über Singapur bis Tübingen: Weltweit arbeiten Städte daran, den Autoverkehr zu verringern.

Dieter Hawran sagt: Innenstädte müssen autofrei werden! Wie das klappen soll - und was das für die Menschen bedeutet, für die ein Verzicht aufs Auto heute ein großes Problem wäre, darüber streitet der Künstler und Vorsitzende des Forums Altstadt Ravensburg mit Sebastian Heinrich.

Autos raus aus der Innenstadt? Ja, bitte!

 

https://www.schwaebische.de/suchergebnisse_suchbegriff,steile+These.html


Wir trauern um unser Beiratsmitglied Sabine Ege, die am 29. 12. 2019 leider viel zu früh verstorben ist. Wir vermissen ihre entschiedene Art, sich für die Interessen einer ökologischen und lebenswerten Stadt zu kämpfen. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, ihrem Mann Jürgen Ege und ihren zwei Kindern Carla und Marlene.


Die neuen Altstadtaspekte 2019/2020 sind da.

Mit einem Umfang von knapp 100 Seiten sind die neuen Altstadtaspekte 2019/2020 erschienen. Diese Ausgabe ist ein absolutes "Muss" für jeden, den die Geschichte unserer Stadt interessiert. Wer also aktuell noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist, sollte nicht zögern und sich bei der Touristinfo der Stadt Ravensburg,  bei der Buchhandlung Ravensbuch  oder im Trödelladen der Museumsgesellschaft ein Exemplar zum Preis von 6,- Euro sichern. Es lohnt sich! So auch die Einschätzung von Günther Peitz von der Schwäbischen Zeitung (siehe unten stehender Artikel).

Artikel von Günther Peitz aus des Schwäbischen Zeitung vom 11. 12. 2019
Artikel von Günther Peitz aus des Schwäbischen Zeitung vom 11. 12. 2019

Die Jahreshautpversammlung 2019 des Bürgerforums liegt hinter uns. (Siehe unten stehende Bilder).
Wer mehr darüber wissen möchte, liest die unten aufgeführten Artikel von Günther Peitz und Bernd Adler aus der Schwäbischen Zeitung Ravensburg.


Honigbienen in der Altstadt
Unser Vorstandsmitglied Dr. Dietmar Hawran hält mitten in der Ravensburger Altstadt Honigbienen. Der Film vom Regio TV vom August 2019 berichtet darüber und ist unter dem unten stehenden Link  zu sehen. 

 https://www.regio-tv.de/mediathek/video/ravensburger-haelt-bienen-auf-seinem-dach/?fbclid=IwAR0tXcrWxMjnk3qEBabKtj5pJO0DzW5XaPK61dbHGolLGEYYczwFTxqLdhw


Am 7. 4. 2019 waren wir als Bürgerforum Altstadt e.V. zusammen mit unserem Projekt "Stiftung Zukunft Altstadt Ravensburg" auf der Ehrenamtsmesse vertreten. 


Stadtentwicklung
Der Ideenwettbewerb zur Stadtentwicklung am Bahnhof und an der Schussen ist abgeschlossen.

Der Vorstand des Bürgerforums hat  sich damit kritisch auseinandergesetzt. Würde der 1. Preis umgesetzt, müssten am Bahnhofsareal über 50 Bäume gefällt werden. Weiterlesen.>>

 



SWR Fernsehen berichtet über den Eschersteg

In der Landesschau vom 18. 1. 2018 wurde ein Beitrag über den Eschersteg gesendet. In diesem Beitrag kamen auch wir, Vertreter des Bürgerforums Altstadt und des Fördervereins Eschersteg, zu Wort. Wer den interessanten Beitrag anschauen möchte, kann ihn in der Mediathek des SWR unter dem nachfolgenden Link abspielen.
https://www.swr.de/swraktuell/bw/friedrichshafen/historischer-escher-steg-in-ravensburg-ungeliebtes-denkmal/-/id=1542/did=21001288/nid=1542/1peu9al/index.html


Artikel aus der Schwäbischen Zeitung vom 27.11.2017, Ausgabe Ravensburg
Artikel aus der Schwäbischen Zeitung vom 27.11.2017, Ausgabe Ravensburg

"Grün in der Stadt" ist das Hauptthema des  Bürgerforums im Jahr 2016

Bild: Dietmar Hawran - Bürgerforum-Altstadt-Ravensburg

Das Bürgerforum Altstadt Ravensburg e. V. hat bei seiner Sitzung am 25.1. 2016 beschlossen, das Thema "Grün in der Stadt" zum Hauptthema zu machen. Mit Sorge nimmt das Bürgerforum zur Kenntnis, dass Grünflächen in der Stadt zunehmend versiegelt werden und auch großkronige Bäume rücksichtslos gefällt werden. So zuletzt geschehen auf dem Gelände der Gärtnerei Boldt in der Parkstraße (siehe Foto links vom November 2015). Mitte Februar wurden nun auf der Südseite der evangelischen Stadtkirche drei Bäume gefällt (siehe Fotos unten). Diese Massnahme wurde mit der geplanten Sanierung der Kirche begründet. Wir haben im Beirat für Städtebau erfolglos versucht, diese Maßnahme zu verhindern, da eine komplette Trockenlegung von historischen Bauten unseres Erachtens gar nicht sinnvoll ist und sogar zu neuen Schäden in den Wänden führen kann. Nun wird das Bürgerforum sich wenigstens um die verprochene Neupflanzung kümmern.  Am 25. 2. 2016 wurden auch in der Bahnstadt neue Fakten geschaffen. Östlich des Bahnhofs soll ein neues Apartmenthotel gebaut worden. Dafür wurden jetzt knapp 20 Bäume und mittelgrosse Büsche entfernt. Schaut man sich die Fotographik auf dem Werbeschild der Firma Sipple an, wird deutlich, dass hier keine Ersatzpflanzung kommen soll. Das Grundstück wird fast vollständig ausgeschachtet und versiegelt werden. Grün ist dann nun noch im öffentlichen Bereich zu finden (siehe Fotos in der unteren Reihe). Auch in anderen Stadtgebieten wurde im Februar 2016 noch kräftig gerodet. Sicherlich handelte es sich teilweise auch um gefährdete Eschen. Betroffen sind das Banegggebiet und die Wangener Straße. (siehe Fotos unten). Diese Entwicklung ist aus Sicht des Bürgerforums Altstadt fatal. Der zunehmde Verlust des Grünbestands in der Stadt ist für das Bürgerforum eine bedrohliche Ent-wicklung, v. a. im Hinblick auf den drohenden Klimawandel. Das Jahr 2015 war das wärmste Jahr seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dies ist auch bereits in Oberschwaben zu spüren: Wasserknappheit im Herbst und Aufheizung der Innenstadt. Um mehr Bewusstsein für dieses Problem zu schaffen, will das Bürgerforum mit dem Nabu und dem BUND in Ravensburg in Zukunft enger zusammen arbeiten.